Diskussion zum Thema Ganztagsschule - Bessere Betreuung.
Rückfall in alte DDR-Zeiten oder ein modernes Schulkonzept das auf eine veränderte Gesellschaft reagiert - so lassen sich die beiden Pole der SPD-Veranstaltung zum Thema Ganztagsschule zusammenfassen, heißt es in einer Pressemitteilung der Partei.
Karin Radermacher stellte als bildungspolitische Sprecherin der sozialdemokratischen Landtagsfraktion die Eckpunkte des Konzepts zur Ganztagsschule vor. Fachstunden können auf Vor- und Nachmittag verteilt werden, die Kinder lernen neben schulischen Dingen auch soziale Kompetenz. Auch eine bessere Betreuung bei Problemkindern mit Lernschwächen ist möglich.
Stephan Debes nahm als Kreisvorsitzender der BLLV Stellung und betrachtete aus Sicht eines Pädagogen im Schuldienst das Thema. Es komme zum Beispiel vor, dass ein Viertklässler von seinen Erziehungsberechtigten allein zu Hause gelassen wird, und die Lehrer dann seine einzigen Bezugspunkte sind, so Debes. Dies sei bedauerlicherweise kein Einzelfall. In der Ganztagsschule könne man so zum Beispiel auf solche Kinder intensiver eingehen.
In Zeiten knapper Kassen wurde auch über die Finanzierung gesprochen. »Allen Teilnehmern war klar, dass Bildung nicht zum Nulltarif zu haben ist. Und auch die Kommunalpolitik muss sich Fragen lassen was ihr die Zukunft ihrer Kinder Wert ist«, sagte Stefan Wolfshörndl, Bürgermeisterkandidat und Fraktionsvorsitzender der SPD in Gerbrunn.
aus MAIN-POST 16.10.2001 (rs)