Wo in früheren Jahrhunderten über die Römerbrücke und die Alte Landstraße auf einem alten Krönungs-und Handelsweg sich mühsam Pferdefuhrwerke den steilen Berg Richtung Gieshügel hinaufquälten und ehemals Weinberge und Obstgärten den Hang zierten, hat sich in den letzten Jahrzehnten ein großes Wohngebiet für gut 250 Bürger entwickelt. Dass dieser Prozess nicht ganz konfliktfrei war, erfuhren die über 30 Teilnehmer des SPD Rundgangs an der Roßsteige ebenso, wie etliche Geschichten rund um den Berg. »Wir mussten unser Wasser anfangs mit Behältern an der Hauptwasserleitung zapfen, ganz ohne Wasseruhr«, erzählt Erwin Brandt, der seit vielen Jahrzehnten an der Roßsteige wohnt.
Seit dieser Zeit hat sich viel verändert, anfangs gegen den Willen der Politik wurde aus dem Wochenendgebiet in den 90er Jahren über eine Landtagspetition ein echtes Wohngebiet. Mit Kanalisation, Wasserversorgung, Strom und Straßenbeleuchtung. Aktuell investiert die Gemeinde erneut an der Roßsteige und verbessert für gut 600.000 Euro die Wasserversorgung, informiert SPD Fraktionssprecher Stephan Herbst. Armin Först, Vorsitzender der Eigenheimer, lud alle Bürger ein an den großen Chancen, die sich über die Konzepte für die Landesgartenschau 2018 ergeben, mitzuarbeiten. Naherholungsflächen, Wander-und Radwege und Nachnutzungen für den ehemaligen Schießplatz sind möglich. Gerade die unmittelbaren Nachbarn an der Roßsteige sollten sich bei den Bürgerplanwerkstätten beteiligen.
Zum Abschluss lud die SPD die Teilnehmer zum Aufwärmen noch zu einem Glühwein ein.