Gerbrunn

Kommunalpolitischer Aschermittwoch | ► 2011

Bürgermeister Stefan Wolfshörndl spricht über die kommunalen Leistungen, Aufgaben, Probleme in Gerbrunn

Als Motto für den diesjährigen kommunalpolitischen Aschermittwoch der SPD Gerbrunn nannte der Bürgermeister von Gerbrunn, Stefan Wolfshörndl »Hier wird nicht über Guttenberg geredet!« Stattdessen versprach er, den Anwesenden einen besseren Einblick in die Situation der Gemeinde zu verschaffen. Nachdem der Vorsitzende der SPD Gerbrunn, Dr. Reinhard Schinzel, die erfreulich zahlreich erschienenen Gäste begrüßt hatte, sprach Stefan Wolfshörndl zunächst über den anstehenden Bau des neuen Kindergartens am Kirschberg, den Bebauungsplan am Westrand – (Bau des neuen Lidl-Supermarktes), sowie die Aufnahme in das Städtebauförderprogramm. Er erläuterte auch das Modellprojekt des Umbaus der alten Feuerwehr, den geplanten Haushalt, sowie das wichtige Thema der Attraktivität des Standortes Gerbrunn für die Bedürfnisse der Bevölkerung.


So erfuhren die interessierten Zuhörer zunächst, wie der neue Kindergarten strukturiert sein würde. Der Bau wird Raum für 3 Kindergartengruppen und 2-3 Kinderkrippengruppen bieten. Besonders fiel der dezente Einbau in die Umgebung auf, sowie die deutliche Absicht, ökologisch verantwortlich zu handeln und unseren Kindern einen Zugang zur Natur zu erhalten. Sichtbar wurde das z.B. durch die Rasenfläche auf dem Dach und Ausblickplattformen in das umgebende Grün. Das Bewusstsein für ein umsichtig geplantes Ortsbild ließ sich auch gut an der Planung für das Grundstück am Westrand erkennen. Bei einem erfolgreichen Abschluss der letzten Planungsschritte soll dies schon im kommenden Herbst einen neuen Supermarkt und die Option für zwei weitere Wohnhäuser bieten.

Ein weiterer Punkt war das alte Feuerwehrhaus, das schon aufgrund seiner besonderen Bauweise eine Herausforderung darstellt. Hier könnte schon bald eine Kulturbühne und vielleicht ein Cafe mit verschiedenen, auch für unsere Studenten interessanten, Extras entstehen.

Auch das Thema Hubland/Leighton war von großem Interesse, da hier immer noch sehr viele Fragen offen sind. Welche Folgen hat etwa die geplante Aufstellung von Ampeln für die Hublandübergänge und die Verkehrsentwicklung auf Gerbrunner Seite? Wie wird Gerbrunn an die angedachten öffentlichen Verkehrsmittel angebunden?

Schließlich erläuterte Stefan Wolfsörndl die Haushaltszahlen mit einem kurzen Rückblick und dem geplanten Programm für die Zukunft. Da werden besonders solche Themen wie die Gerbrunner Schule, erneuerbare Energien, Demographie und die Gestaltung des Ortes für Senioren und junge Familien wichtig sein.

Nach diesem Vortrag nahmen die Besucher die Gelegenheit wahr, Fragen zu stellen oder eigene Ideen vorzubringen. Angesprochen wurden hier vor allem die bessere Verkehrsanbindung an Randersacker und Rottendorf, die Verkehrsüberwachung und längere Öffnungszeiten der Kinderkrippe, um berufstätige Eltern zu entlasten.

Abgerundet wurde der Abend schließlich durch Wolfgang Pavel, der aus 1970 geschriebenen Aufsätzen vorlas und damit amüsante Beispiele gab, was bei all dem, das sich in den vergangenen 40 Jahren in Politik und Gesellschaft geändert hat, eigentlich doch alles irgendwie gleich geblieben ist.


Wolfgang Pavel liest aus 40 Jahre alten Aufsätzen über Politik und Wirtschaft. (Links Vorsitzender Dr. Reinhard Schinzel).
Lebhafte Diskussiom über die Umgestaltung des alten Feuerwehrhauses. Klaus von Andrian erläutert die Pläne aus dem gemeindlichen Arbeitskreis »Altes Feuerwehrhaus / Kulturhaus«